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"Die Gesamtheit der Güter ist der Besitz aller"

  Nazim Hikmet                                                                                                                                                        

 

 Nazim Hikmet ist der bekannteste türkische Lyriker innerhalb und außerhalb des Landes. Der am 20.1.1902 in Saloniki geborene Sohn eines Paschas war zunächst Anhänger des türkischen Nationalismus wandte sich aber rasch davon ab, als er die blutigen Auswirkungen erkannte und wurde zur Symbolfigur der demokratischen Bewegungen.

  1921-24 studiert Hikmet in Moskau, wo er von Wladimir Majakowskij entscheidend beeinflusst wird und sich zum Kommunismus bekennt. Durch den Einsatz von reimlosen Zeilen im Blankvers bricht Hikmet mit den Traditionen der türkischen Lyrik.

  1925-26 lebt Hikmet in Istanbul und veröffentlicht in Zeitschriften.

 1926 wird er auf Grund eines Gedichts zu 15 Jahren Zwangsarbeit und Exil verurteilt und flieht nach Moskau.

 1928 kehrt Hikmet in die Türkei zurück und wird zu 7 Monaten Haft verurteilt.

 1929 Gedichtband "835 Zeilen"

 1934-35 erneut in Haft

 1937 "Epos über Bedrettin, Sohn des Richters von Simavne"

  1938 wird Hikmet zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Bis 1965 sind seine Werke in der Türkei verboten und werden ausschließlich im Ausland gedruckt und unter der Hand verbreitet. In der Haft arbeitet Hikmet an seinem Hauptwerk "Ansichten der Menschen in meinem Heimatland".

  Erst 1950 wird der Dichter nach internationalen Protesten freigelassen. Kurz danach wird er zum Militär einberufen und erhält gleichzeitig mit der Einberufung Morddrohungen. Hikmet flieht mit einem Ruderboot übers Schwarze Meer und wird von einem rumänischen Frachter aufgenommen.

  1950-63 lebt Hikmet vorwiegend in Moskau. Nach offener Kritik an Stalin vor dem sowjetischen Schriftstellerkongress bringt ihn ins Visier des KGB, der sich jedoch mit der Überwachung des prominenten Flüchtlings begnügen muss.

 Am 3. Juni 1963 stirbt Nazim Hikmet im Alter von 61 Jahren im Moskauer Exil.

 2002 wird von der UNESCO zum Nazim Hikmet-Jahr erklärt. Weltweit finden Veranstaltungen zum 100. Geburtstag des Dichters statt.

 Gerald Jatzek / WZ Online 01.2002

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